GCI-Rohrpassivsammler

Rohrpassivsammler im Bypass eines mit PFAS belasteten Trinkwasserbrunnens

Der GCI-Rohrpassivsammler ist eine innovative Mess­einrichtung, die unter Nutzung der Anreicherung von Wasser­inhalts­stoffen an Kollektor­materialien (Passiv­sammler) eine zeit­integrale Überwachung bei variierenden Konzentrationen für Spuren­stoffe über lange Zeiträume ermöglicht. Ein weiterer Aspekt ist der sichere Ausschluss von Belastungen durch eine permanente Überwachung. Der optimierte Messwasser­strom und die stoff­spezifische Kali­brierung ermöglichen eine hohe Sensitivität mit quantitativer Auswertung der Kollektions­befunde. Der Vorteil liegt in der lücken­losen und integralen Über­wachung über lange Zeit­räume bei gleichzeitig geringem Aufwand für Labor­analysen.

Das patentierte Messprinzip des GCI-Rohrpassivsammlers (Patent-Nr. DE 10 2016 003 8430, 2017) kann an allen Wasser­vorkommen eingesetzt werden. Insbesondere ist eine Verwendung in unter Druck stehenden Anlagen realisierbar (s. Abb. Einsatz im Bypass eines Trinkwasserbrunnens). Vielseitig erprobt ist der Einsatz im Bypass von Brunnen- und geklärten Abwasser­förder­strömen, zur Detektion von PFAS, Chlorbenzolen, spreng­stoff­typischen Verbindungen (STV), Industrie­chemikalien,  Pharmaka und Schwermetallen. Die Beschaffenheits­überwachung industrieller Indirekt­einleiter wurde erfolgreich getestet. An einem Wasserwerksstandort werden das Reinwasser und zwei Förderbrunnen mit dem Rohrpassivsammler überwacht, um die Wirksamkeit eingeleiteter Gefahrenabwehrmaßnahmen und die Einhaltung der Grenzwerte im Reinwasser am Werks­ausgang des WW langfristig und kostengünstig zu prüfen. Die Kalibrierung wurde in-situ mit PFAS belasteten Förder­strom durchgeführt. Die Programmierung der eingebauten Steuerung, ermöglicht eine Datenfernübertragung inkl. Routine- & Störmeldungen, Fernwartung mit Einstellung von Betriebsparametern und Softwareupdates.

Entwicklungs- und Forschungs­partner sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB), das Fraunhofer Institut (IZI-BB), die Bundes­anstalt für Material­forschung und -prüfung (BAM), die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) und das Institut für Bioprozess- und Analysen­messtechnik (IBA). Die Entwicklungen wurden durch Forschungs­gelder des Bundes (ZIM) und des Landes Brandenburg (BIG ILB) gefördert.

Ihr Ansprechpartner für den GCI-Rohrpassivsammler

Dipl.-Geoökologe Jörg-Helge Hein

Förderung

 

GCI-Rohrpassivsammler:  Allgemeines  - Methodik  - Zielsubstanzen  - Einsatz

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